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Entwicklung des Tourismus auf der Kanaren Insel Teneriffa
Teneriffa und die anderen kanarischen Inseln begannen vor 37 Millionen Jahren zu entstehen. Da war natürlich an die Entwicklung des Tourismus noch nicht zu denken.
Durch den regen Schiffsverkehr von Europa zu den kanarischen Inseln entwickelte sich für wohlhabende Familien eine Reise zunächst nur nach Gran Canaria. Dies waren die Anfänge des Tourismus auf den kanarischen Inseln. Die kanarischen Inseln wurden für diese betuchten Touristen und auch Kranke immer beliebter. Die Schifffahrtsgesellschaften richteten für diese Reisenden extra Kabinen ein. Gleichwohl ist auch bekannt, dass viele Schifffahrtsgesellschaften Hotels auf den kanarischen Inseln bauten. Der nächste große Boom des Tourismus setzte nach dem 2. Weltkrieg ein. Der organisierte Massentourismus begann.
Die Infrastruktur entwickelte sich auf Teneriffa und den anderen kanarischen Inseln. Es wurden Flughäfen gebaut, Wasserreservoirs angelegt und das Strassennetz ausgebaut. Die Tourismusbranche entwickelte sich zu einem wichtigen Industriezweig. Von diesem Industriezweig waren wiederum einige Dienstleistungssektoren abhängig und schafften für die kanarische Bevölkerung viele Arbeitsplätze.
Das spanische Fremdenverkehrsbüro teilte 1994 mit, das insgesamt 6.420.497 Urlauber die Kanaren mit dem Flugzeug besuchten.
Zunächst bevorzugten Engländer und Skandinavier die kanarischen Inseln um ihren Urlaub zu verbringen. In den 70iger Jahren entstanden sehr viele Hotelzentren, so dass sich die Besucherzahl drastisch erhöhte.
Zu bekanntesten Urlaubszentren auf Teneriffa gehören Puerto de la Cruz und Los Cristianos. Auf Gran Canaria ist besonders der Süden und Las Palmas bei Urlaubern begehrt.
Im Jahre 1987 erwirtschaftete der Tourismus 67 % des Bruttosozialproduktes. Der Tourismus auf den Kanaren gilt jedoch nicht als krisensicher. Auf Teneriffa ist zwischenzeitlich das Angebot an Ferienunterkünften oder auch die Anzahl der registrierten Betten höher als die Nachfrage. Ursächlich für diese Entwicklung im Tourismus war die blinde und unüberlegte Bauwut. Hierbei sind die privaten Vermietungen in Ferienhäusern und Ferienwohnungen nicht mitgezählt. Durch die große Anzahl an Hotel - und Apartmentanlagen, die in den touristischen Hochburgen gebaut wurden, fliesst das Geld der Touristen nur in diese Gemeinden. Gemeinden, wo kaum Tourismus stattfindet, spüren dadurch nachhaltig die Nachteile des Massentourismus. Riesengroße Müllberge entstehen ausserhalb der Touristenhochburgen und Landschaften mit ihrer einzigartigen Vegetation werden vernichtet.
Auch die Wasserversorgung auf den Kanaren durch ansteigenden Tourismus stellt ein Problem dar. Zu den natürlichen Wasserquellen gehören auf Teneriffa und den anderen kanarischen Inseln die Feuchtigkeit der Passatwolken, der Schnee und der Regen. Dieses ist jedoch heute schon lange nicht mehr ausreichend. Auch die Landwirtschaft braucht durch den ständig wachsenden Tourismus immer mehr Wasser. Die Wassergewinnung der kanarischen Inseln erfolgt einmal durch die horizontal angelegten Stollen oder Galerias in den Bergen. Dieses wird seit dem Jahre 1860 praktiziert. Auf Teneriffa sind bis heute 940 Stollen mit einer Gesamtlänge von 2000 Km angelegt. Jeder Stollen liefert im Durchschnitt täglich 20,000 Hektoliter Wasser. Weiter wird seit 1925 durch Ausschachtungen tiefer Brunnen oder Pozos, gerade in den niederen Ebenen versucht, Wasser zu speichern. Diese Brunnen haben einen Durchmesser von 3 Metern und erlangen oftmals eine Tiefe von 300 Metern. Gefördert werden kann das Wasser nur durch Windräder oder Verbrennungsmotoren. Diese Brunnen liefern 10.000 Hektoliter pro Tag für den immer mehr ansteigenden Tourismus auf Teneriffa und den anderen kanarischen Inseln. In den Brunnenschächten werden weitere horizontale Stollen angelegt. Der touristische Wasserverbrauch und somit die daraus resultierenden Wasserkosten stellen eine große finanzielle Belastung dar. Daher verfügen viele Hotels über eigene Reinigungs- und Entsalzungsanlagen. Die Wasserqualität stellt ein großes Problem dar. Das Wasser ist brackig und salzig, da der Grundwasserspiegel unter dem Meeresspiegel liegt. Auf Gran Canaria sollte zum Trinken und Kochen nur gekauftes Wasser in Flaschen verwendet werden. Das verbleibende Wasser aus den Brunnen überschreitet die Nitratgrenzwerte.. Dieser hohe Nitratwert ist auch ursächlich durch den jahrelangen Mineraldüngermissbrauch in den Bananenplantagen.
Es gibt viele Gründe warum Teneriffa und die anderen Kanaren an Beliebtheit gewinnen.
viel Sonne und wenig Regen bei einem milden frühlingshaften Klima
kurze Flugreisen
sauberes Meerwasser (blaue Flaggen)
saubere Luft
viele Touristenangebote und Freizeitparks (Loro Parque, Siampark, Botanischer Garten und.....)
gigantische Sportaktivitäten wie Reiten, Surfen, Golfen, Wandern, Tauchen, Angeln, Whalewatching, Biken, Tretbootfahren........
einmalige Nationalparks wie die Canadas de Teide
preisgünstige Mietwagen
einen Vielzahl an preiswerten Hotels bis zu Spitzenklasse Hotels
viele private Ferienhäuser, Ferienwohnungen, Villen und Fincas
die kanarischen Inseln sind Euroland
stabile politische Lage
keine giftigen Tiere
internationale medizinische Versorgung
internationale Flughäfen
internationale große Hafenbecken für den Fährbetrieb auf die Nachbarinseln und Kreuzfahrtschiffe
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