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Der Ort San Nicolás auf der Kanaren Insel Gran Canaria
San Nicolás (Spanisch von San Nikolas) liegt im Nordwesten der Insel Gran Canaria. Es hat 7.988 Einwohner (2004). Der Tourismus ist hier noch nicht so stark ausgeprägt wie beispielsweise an der Südküste. Der Bereich um San Nicolás ist daher eher landwirtschaftlich geprägt. Auch die Infrastruktur in San Nicolás ist noch nicht so entwickelt wie in den Touristenzentren. Man erreicht den Ort entweder von Osten her über die Küstenstraße von Las Palmas aus oder über die Küstenstraße von Süden her über Puerto de Mogan. Man kann auch über das Innere der Insel fahren, doch das würde ich dem ungeübten Gran Canaria Touristen nicht empfehlen. Die Strassen sind schmal und ohne Leitplanken, teilweise passen keine zwei Autos nebeneinander auf die Strassen. Zudem ist der Fahrstil der Einheimischen alles andere als defensiv.
Der Ort lebt in der Hauptsache von seinen ausgedehnten Tomatenplantagen, die man als Tourist ohne Probleme besichtigen kann. Dabei schmecken die kanarischen Tomaten nicht so gut, wie man es erwarten könnte. Mit Wasser versorgt werden die Plantagen von zahlreichen Stauseen in den Bergen, die das Wasser aus den Regenfällen im Winter speichern. Die Stauseen sind in privater Hand, das Wasser zur Bewässerung der Plantagen kostet also Geld.
Neben den Tomaten gibt es noch allerlei andere landwirtschaftliche Produkte in San Nicolás. Kartoffeln, Gemüse, allerlei Früchte werden angebaut. Dabei stammen die traditionellen kanarischen kleinen Pellkartoffeln, die man mit Schale isst, unter anderem auch von hier. Dabei handelt es sich nicht um eine spezielle Sorte, sondern einfach nur um die aussortierten kleinen Kartoffeln der Ernte.
San Nicolás ist noch sehr ursprünglich und die Touristenströme haben die Ortschaft auch noch nicht in den Dimensionen erreicht, wie sie es an anderen Stellen der Insel getan haben. Ein Ausflug hierhin lohnt allemal, auch wenn es keine endlosen Sandstrände zu bewundern gibt.
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