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Guanchen auf der Kanaren Insel Teneriffa

 

Unbestritten ist, dass die Ureinwohner Teneriffas und der anderen kanarischen Inseln Guanchen hiessen. Die Guanchen hatten eine eigene Sprache. Nach wissenschaftlichen Kenntnissen würde man den Namen der Ureinwohner Guanchen wir folgt übersetzen. Guan steht für Mensch und Chinec für Teneriffa.

Bis heute konnten die Wissenschaftler nicht hundertprozentig klären, aus welchen Ländern die Guanchen kamen. Wissenschaftler gehen von verschiedenen Phasen der Besiedlung aus. Vermutlich waren die ersten Einwanderer von Teneriffa vor ca. 5000 Jahren Bewohner der Sahara. Mit den ihnen bekannten Binsenbooten haben sie von Nordafrika Teneriffa und die anderen kanarischen Inseln eingenommen. Auf Grund archäologische Ausgrabungen gibt es auch Anzeichen dafür, dass Stämme aus Südwesteuropa Teneriffa besiedelten. Dieses kann auch Indiz für die Hellhäutigkeit der Guanchen sein. Als gesichert gilt, dass ca. 1100 v. Chr. Phönitzer zufällig, um Handelsmöglichkeiten zu erschliessen, die kanarischen Inseln entdeckten. Zuletzt, also im 6. - 8. Jahrhundert n. Chr. besiedelten Berber Teneriffa und die restl. kanarischen Inseln. Als gesichert gilt, dass bis zur spanischen Eroberung die Guanchen wie Steinzeitmenschen lebten.

Die Inseln untereinander hatten durch ihre Bevölkerung keine Kontakte, da die Ureinwohner keine Boote bauen konnten. Die Guanchen lebten von Viehzucht und Ackerbau. Die Metallverarbeitung war den Guanchen gänzlich unbekannt. Töpfe aus Ton konnten die Guanchen  jedoch ohne Töpferscheibe erstellen. Die Kleidung und Schuhe der Guanchen wurden aus gegerbten Tierfellen gefertigt. Der Schmuck der Guanchenfrauen bestand aus Muscheln, Steinen und Knochen. Ihr Zuhause waren die Berghöhlen.

Noch heute ist der Tanz der Guanchen sehr beliebt auf Teneriffa. Auch verfügten die Guanchen über eine soziale Ordnung. Sie lebten in Stämmen unter der Herrschaft eines Königs. Die letzten neun Guanchensöhne oder Menceyes stehen heute als übergroße Bronzefiguren auf der Plaza in Candelaria.

Da die Guanchen noch nicht chistianisiert waren, hatten sie viele Gottheiten. Die Hauptgottheiten hiessen Achamán, Gott des Himmels
Magec der Sonnengott, Chaxiraxi die Muttergöttin, Guayota der Dämon.

                                

Heute gibt es im Orotavatal eine Miniaturmodellanlage, wo naturgetreu Guanchensiedlungen nachgestellt wurden. Der Besuch dieser Attraktion Pueblo Chico ist für alle Urlauber, die ein Ferienhaus im Süden oder Norden gemietet haben, immer wieder eine Attraktion.

                                

Nach der Eroberung der Spanier wurden die Guanchen versklavt und christianisiert.

Die Sprache und die Kultur der Guanchen waren bereits kurze Zeit nach der Eroberung der Spanier ausradiert. Leider gibt es keine schriftlichen noch gesprochenen Überlieferungen.

Auf Teneriffa gibt es naturwissenschaftliche und archäologische Museen, die interessante Sammlungen von Keramiken der Guanchen ausstellen. Nicht nur Haushaltsutensilien und religiöse Gegenstände sind dort vorzufinden, sondern wird dem Besucher die geschichtliche Vergangenheit der Gunachen aufgezeigt. Einige Museen stellen sogar mumifizierte Guanchen aus.

 

 

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